Cognac stammt aus einer Region im Süden Frankreichs, welche dem Getränk seinen Namen verleiht und besteht aus Weißweinreben, welche zu einem alkoholischen Weinbrand verarbeitet werden.
Ähnlich wie beim Whisky, wird auch der Cognac in unterschiedlichen Reifegraden vertrieben: Extra Old (X.O.), Very Superior Old Pale (V.S.O.P.) sowie Very Special (V.S.).
Cognac ist ein sehr vielseitiges Getränk, denn er entwickelt seine besonderen Aromen während der Reifung und Lagerung in unterschiedlichen Fässern. Dadurch wird entschieden, ob ein Cognac fruchtig-süß, herb oder geprägt von Tabak- oder Ledernoten sein soll. Grundlegend bietet der Cognac ein weitreichendes Spektrum an unterschiedlichen Aromen und ist somit genau der richtige Drink für Genussmenschen.
Whisky, Wein, Obstbrände und auch der Cognac – besondere Anlässe erfordern natürlich auch nach besonderen Getränken. Insbesondere der Cognac sticht hier durch seine einzigartige Qualität und sein Aroma heraus, denn damit sich eine Spirituose überhaupt Cognac nennen darf, muss sie einige Anforderungen erfüllen.
Das alkoholische Getränk, welches seinen Ursprung und auch seinen Namen der französischen Stadt Cognac in der Region Nouvelle-Aquitaine zu verdanken hat, ist ein Weinbrand (und kein Branntwein, diese Unterscheidung wurde aufgrund der deutschen Jugendschutz- und Steuerrechte festgelegt), welcher aus den Rebsorten Grande Champagne, Petite Champagne, Borderies, Fins Bois, Bons Bois oder Bois Ordinaires hergestellt wird und durch seinen besonders komplexen Geschmack und sein reiches und würziges Aroma besticht.
Dieser Cognac Test und Vergleich 2021 nimmt den Cognac als Genussmittel für Sie ganz genau unter die Lupe und erklärt Ihnen, was dieses alkoholische Getränk ausmacht, welche Varianten es im Bereich des Cognacs gibt und welche Kriterien Sie beachten müssen, damit Sie schlussendlich den besten Cognac genießen dürfen.
2. Unterschied zwischen Cognac und Brandy
Cognac ist ein Drink aus der Familie der Weinbrände und ist somit nah verwandt mit dem Brandy. Da sich beide Getränke stark ähneln, ist die Verwechslungsgefahr sehr groß, aber Cognac und Brandy sind unter keinen Umständen die gleichen Getränke.
Fangen wir einmal mit den Gemeinsamkeiten an: Cognac, wie auch Brandy, entstammen der Familie der Branntweine und werden aus Schnaps hergestellt, welcher aus Wein destilliert wurde und anschließend in Eichenfässern gelagert wird. Diese Lagerung kann einen kurzen bis langen Zeitraum betragen. Kommen wir nun zu den Unterschieden:
Brandy gilt als eine allgemeine Bezeichnung für Branntwein und findet seine Tradition in Spanien wieder. Bekannte Brandy-Hersteller sind so zum Beispiel: Cardenal Mendoza, Osborne sowie Peinado. Laut der Definition, die von der EU-Richtlinie festgelegt wurde, darf Brandy ausschließlich aus Wein hergestellt werden, der bereits fertig vinifiziert ist.
Das bedeutet, dass Brandy nicht aus Most oder anderen Vorstufen des Weins hergestellt werden darf. Handelt es sich bei den verwendeten Destillaten um Traubenmost, werden diese unter anderem Grappa oder Pisco genannt. Damit ein Brandy sich eben diesen Namen geben darf, muss dieser mindestens sechs Monate lang in einem Fass lagern.
Der Cognac wird auf Grundlage des Weißweins hergestellt und muss den Prozess des doppelten Brennverfahrens sowie eine anschließende Reifung durchlaufen, um allen Charakteristika eines guten Cognacs gerecht werden zu können. Die vorgeschriebene Lagerung im Fass beträgt beim Cognac nicht nur sechs Monate, wie es beim Brandy der Fall ist, sondern mindestens zwei Jahre.
Der Alkoholgehalt dieses Getränks liegt dadurch bei 40% oder mehr. Tatsächlich ist das mitunter wichtigste Unterscheidungsmerkmal zwischen Cognac und Brandy die Tatsache, dass der Name Cognac eine geschützte Bezeichnung für alle Weinbrände ist, die aus der gleichnamigen französischen Stadt Cognac stammen.
Ein weiteres Getränk, welches ebenfalls durch seinen Namen auffällt, welcher auf die Herkunft hinweist, ist zum Beispiel der Champagner, welcher ausschließlich in der Chamapgne hergestellt werden darf.
Nachfolgend werden Ihnen die Unterschiede zwischen dem Cognac und dem Brandy erneut in Form einer Tabelle dargestellt:
| Merkmale des Cognacs |
Merkmale des Brandys |
| Nur Weinbrände aus der Stadt Cognac in Frankreich dürfen sich diesen Namen geben |
Allgemeine Bezeichnung für Branntwein |
| Cognac ist ein geschützter Begriff |
Ursprung in Spanien |
| Auf Grundlage von Weißwein hergestellt |
Spanische Brandyhersteller sind unter anderem: Cardenal Mendoza, Osborne und Peinado |
| Herstellung mithilfe eines doppelten Brennverfahrens sowie anschließender Reifung |
Brandy darf nur aus Wein hergestellt werden, der bereits fertig vinifiziert ist |
| Mindestens zwei Jahre lang Lagerung im Fass |
Brandy muss mindestens sechs Monate lang im Fass lagern |
| Der Alkoholgehalt muss mindestens 40% betragen |
Traubenmost-Destillate werden Grappa oder Pisco genannt |
| Cognac wird in der Regel aus mehreren Weinbränden hergestellt (im Weinbereich spricht man hier von einer Cuvée) |
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3. Welche Cognac-Varianten gibt es?
Wie Sie bereits wissen, handelt es sich beim Cognac um ein alkoholisches Getränk, welches ausschließlich aus Trauben hergestellt wird und strenge Bedingungen erfüllen muss, was das Anbaugebiet und die Herstellung angeht. Auch die Reifezeit bestimmt die schlussendliche Bezeichnung des Cognacs. Insgesamt wird beim Cognac in zwei verschiedenen Varianten unterschieden: Dem Extra Old Cognac sowie dem Very Superior und Very Superior Old Pale Cognac.
Bei dem V.S. Cognac und dem V.S.O.P. Cognac handelt es sich um die günstigeren Vertreter dieses edlen Tropfens. Sie präsentieren in der Regel ein fruchtiges Aroma und eignen sich somit sehr gut für die Herstellung von Cocktails oder Longdrinks.
Der V.S. Cognac durchläuft dabei eine Reifezeit von mindestens zwei Jahren, während der V.S.O.P Cognac mindestens vier Jahre lang reifen muss. Je länger diese Reifung andauert, desto mehr Aromen reichern sich in dem Getränk an. Auch die Farbe intensiviert sich mit einer längeren Lagerung. Dementsprechend kann es bei den kürzer-gelagerten Cognacs, wie dem V.S. Cognac und dem V.S.O.P. Cognac vorkommen, dass sie künstliche Farbstoffe enthalten, die die Flüssigkeit dunkler machen sollen. Im Vergleich zu dem Extra Old Cognac schmecken die kürzer gelagerten Cognacs schärfer und herber.
Der Extra Old Cognac besticht durch seine weichen, sanften und vollmundigen Aromen. Bei der Abkürzung XO wird das höchste Qualitäts- und Altersprädikat beschrieben, die ein Cognac überhaupt erhalten kann. Das bedeutet, dass ein Extra Old Cognac mindestens zehn Jahre lang gelagert werden musste, wodurch unterschiedliche Alleinstellungsmerkmale entstehen.
Insbesondere der komplexe Geschmack mit holzigen, floralen, würzigen oder auch nussigen Noten gilt als ein solches Alleinstellungsmerkmal, welches nur durch eine besonders lange Lagerung entstehen kann. Es gibt übrigens Cognacs, die auch erst ab einem Alter von 20 bis zu 100 Jahren verkauft werden.
Dadurch, dass Extra Old Cognacs oftmals in sehr eleganten und luxuriösen Flaschen verkauft werden, bietet sich hier ein sehr hochwertiges Genusserlebnis. Natürlich sind jene Cognacs preislich in einer deutlich höheren Kategorie als gewöhnliche Cognacs. Nicht nur die Aromen, auch der Preis bestimmt schlussendlich, dass Extra Old Cognacs sich nicht unbedingt für das Mischen von Longdrinks oder Cocktails eignen – hierfür ist dieser Tropfen zu edel. Ob ein Extra Old Cognac darüber hinaus zehn oder doch schon zwanzig Jahre alt ist, lässt sich leider nicht immer erkennen.
4. Was zeichnet einen guten Cognac aus?
Was genau muss ein guter Cognac können und welcher Cognac ist der beste Cognac? Dieser Cognac Test und Vergleich erklärt Ihnen ganz genau, auf welche Kriterien Sie achten müssen.
4.1 Das Anbaugebiet des Cognacs
Insgesamt wird das Weinanbaugebiet rund um die Stadt Cognac in sechs verschiedene Lagen eingeteilt und unterschieden. Das Anbaugebiet, beziehungsweise die Lage, bestimmt schlussendlich, wie hochwertig die Qualität des Endprodukts ist und wie teuer der jeweilige Cognac verkauft werden kann. Dabei ist das beste Anbaugebiet für den Cognac die Grande Champagne, welche gefolgt ist von der Petite Chamagne.
Als mittelklassiger Cognac werden jene Abfüllungen beschrieben, die aus dem Anbaugebiet der Borderies und Fins Bois stammen. Nicht minderwertig, aber definitiv nicht genauso hochwertig, wie die Spitzencognacs sind Cognacs, die aus der Bons Bois oder der Bois Ordinaires entstammt sind. Achten Sie also beim Kauf Ihres Cognacs auf das Weinanbaugebiet, aus welchem der jeweilige Cognac stammt – hier können Sie bereits ein Merkmal der Qualität erkennen.
Info: Damit ein Cognac die ganz besondere Bezeichnung „Fine Champagne“ tragen darf, muss dieser mindestens zur Hälfte aus Wein aus den Reben der Grand Champagne bestehen. Der übrige Anteil muss aus Wein aus dem Anbaugebiet der Petite Champagne sein.
4.2 Die Aromen des Cognacs
Wie auch Whiskys oder Wein, bestehen Cognacs aus verschiedenen Branntweinen, welche sich wiederum in den Anbaugebieten und den Jahrgängen unterscheiden. Dadurch können die Hersteller bewusst einen Einfluss auf die Zusammensetzung der Aromen nehmen, weswegen die typischen Geschmacksnuancen eines Cognacs ein breites Spektrum widerspiegeln:
- Die Fruchtaromen: Ein Cognac kann Aromen von Pflaume, Orange, Limone, Beeren, Feigen oder auch der Aprikose präsentieren.
- Die Nussaromen: Cognac-Kenner schmecken aus ihrem edlen Tropfen auch die Mandel oder Haselnuss heraus.
- Die Holznoten: Holz schmeckt nicht gut? In Cognac begeistern insbesondere die Noten von Sandelholz oder Süßholz.
- Die Blüten-Noten: In hochwertigen Cognacs lassen sich auch Aromen von Jasmin oder Iris finden.
- Die Gewürznoten: Insbesondere die Aromen von Vanille, Muskat, Zimt, Kakao oder Anis lassen sich in einem hochwertigen Cognac finden.
- Andere Aromen: Ganz besondere Aromen in Cognacs sind jene von Leder, Honig oder Tabak.
4.3 Die Lagerung und die Reifezeit des Cognacs
Die Herstellung des Cognacs unterliegt strengen Auflagen und Gesetzen. So wird der Wein traditionell in den Wintermonaten zu Cognac destilliert und muss zwingend bis zum Monat März beendet sein. Im Anschluss daran wird der Cognac in Holzfässern gelagert, welche in der Regel aus Eiche bestehen, wodurch das Getränk Aromen und Farbstoffe aufnehmen kann. Dementsprechend bekommt ein Cognac seinen charakteristischen Geschmack durch eine lange Lagerung in den Eichenholzfässern und wird mit der Zeit immer milder im Geschmack. Da jedoch der Alkoholgehalt während dieser Lagerung langsam, aber stetig, schwindet, ist keine beliebige Lagerung möglich. Schlussendlich ist der Reifungsprozess des Cognacs mit dem Abfüllen in die Flaschen beendet, in welchen er beliebig lange lagern kann, ohne an Qualität zu verlieren. Dementsprechend gibt es auch heute noch Cognacs aus dem 18. Jahrhundert zu kaufen, welche natürlich einen besonders hohen Preis verlangen.
Die offiziellen Altersangaben für den Cognac beziehen sich dabei auf den jüngsten Brand in der jeweiligen Komposition, welche Assemblage genannt wird. Dabei gibt es leider keine einheitlichen Bezeichnungen, sondern viele unterschiedliche Begriffe. Dieser Cognac-Vergleich stellt Ihnen diese Begriffe aber selbstverständlich vor:
- Reifung von mindestens zwei Jahren: V.S. oder 3-Sterne-Cognac
- Reifung von mindestens vier Jahren: V.S.O.P., Réserve oder Vieux
- Reifung von mindestens sechs Jahren: Napoléon, Hors d’Age, Très Vieux, Vieille Réserve oder Royal
- Reifung von mindestens zehn Jahren: XO
- Reifung von mindestens vierzehn Jahren: XXO
5. Fazit
Branntwein ist nicht automatisch gleich Cognac und nicht einmal Cognac ist gleich Cognac. Dieser Cognac Test und Vergleich 2021 hat Ihnen deswegen genau erklärt, was ein Cognac ist, was diesen edlen Tropfen auszeichnen muss, damit er sich überhaupt den Titel Cognac geben darf und welche Kriterien Sie beim Kauf des besten Cognacs für Sie beachten müssen, damit Sie sich schlussendlich über den besten Cognac freuen dürfen.
Cognac hat ein weites Anwendungs-Spektrum, so kann er für das Backen und Kochen verwendet werden, weswegen sich hier besonders fruchtige oder nussige Cognacs anbieten. Auch für die Herstellung von Cocktails oder Longdrinks ist der Cognac ein besonders wichtiges Getränk und ersetzt oftmals den Rum oder den Whisky. Für das Mischen des Tropfens mit anderen Getränken eignen sich hierbei übrigens insbesondere Cognacs mit einem fruchtig frischen Aroma. Schlussendlich wird der Cognac gerne auch als einziges Getränk genossen.
Insbesondere in der kalten Winterzeit kosten Genießer gerne weiche, bekömmliche oder komplexe Cognacs, welche sich durch eine lange Reifezeit auszeichnen. Egal, ob Sie mit Ihrem Cognac kochen, Cocktails mischen oder diesen pur genießen möchten – durch diesen Cognac Test und Vergleich 2021 wissen Sie nun, worauf Sie beim Kauf Ihres Cognacs achten müssen und wie Sie erkennen können, dass Sie einen besonders edlen Tropfen im Glas haben.
6. Weiterführende Links und Quellen
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