Der Tellerschleifer ist ein Schleifgerät zum Glätten oder Schleifen von Werkstücken.
Hohe Drehgeschwindigkeiten und Leistung sind perfekt für den präzisen Schliff.
Achten Sie beim Kauf auf Material, Handhabung, Leistung und Zubehör.

In einer gut aufgestellten Werkstatt ist ein Gerät zum Schleifen, Glätten und Polieren nicht mehr wegzudenken. Kunststoff, Holz oder Metall – egal welches Material Sie bearbeiten, mit einer tellerförmigen Schleifmaschine haben Sie sicheres Arbeiten durch stabilen Stand.
Hierbei gibt es verschiedene Leistungsstufen der Motoren und diverse Materialen, aus denen der Körper hergestellt ist.
2. Was ist ein Tellerschleifer?
Wie der Name schon deutlich verrät, ist ein Tellerschleifer eine Variante des Schleifgerätes. Die Besonderheit hierbei ist der vorhandene Schleifteller anstatt eines Schleifbandes. Ein Tellerschleifer wird als stationäres Gerät zur Oberflächenbehandlung eingesetzt.
Stationär deshalb, da diese Maschine schnell über die 20 Kilogramm wiegen kann. Durch das hohe Eigengewicht wird ein präziser Schliff ermöglicht. Denn bei einem fest installierten Werkzeug muss das Werkstück über den Tellerschleifer geführt werden. Bei mobilen Geräten wird das Schleifgerät über das Werkstück geführt.
Die Funktionsweise eines Schleifgeräts und die vorhandenen Bauteile werden im Verlauf des Vergleichstests näher erläutert.
3. Bestandteile eines Tellerschleifers
Der Aufbau zwischen teureren und günstigeren Geräten ist grundsätzlich identisch. Die relativ großen Preisunterschiede entstehen durch die verschiedenen Leistungsstufen, der Tellergröße und dem Zubehör des Tellerschleifers. Laut diversen Tellerschleifer Tests besteht dieser in der Regel aus einem Schleifteller mit Abdeckung, einer Motoreinheit inklusive Getriebe sowie einem Grundgehäuse. Hinzukommen können je nach Modell noch eine Stellschraube.
Nachfolgen beschreiben wir Ihnen den Aufbau eines solchen Schleifgerätes
3.1 Schleifteller mit Abdeckung
Der Schleifteller besteht aus einer fest am Gerät verbundenen Schleifscheibe und einem darauf befestigtem Schleifblatt. Das Schleifblatt ist auswechselbar und kann grob oder fein ausfallen. Im weiteren Verlauf des Vergleichs erfahren Sie mehr über zum Beispiel die Größe des Schleifblatts. Zur Sicherheit des Bedieners befindet sich eine Abdeckung über dem Schleifteller. Somit werden Verletzungen verhindert. Bei vielen Tellerschleifern ist eine Stellschraube zum Neigen des Schleiftellers vorhanden.
3.2 Motoreinheit inklusive Getriebe
Angetrieben wird der Schleifteller mittels einem Elektromotor. Dieser wird je nach Modellvariante direkt an den Schleifteller oder über ein Getriebe angeschlossen. Ohne diese Motoreinheit wäre der Tellerschleifer nutzlos.
3.3 Schleiftisch
Der Schleiftisch ist für die Ablage des Werkstückes vorhanden. Dieser wird benötigt, um ein genaues Schleifenergebnis zu erzielen. Angebracht ist der Schleiftisch ungefähr auf halber Höhe des Schleiftellers.
3.4 Grundgehäuse
Wie viele Maschinen besitzt auch der Tellerschleifer ein Grundgehäuse. Dieses kann aus unterschiedlichen Materialien gefertigt sein. Oftmals verfügt es zum Stabilisieren Gumminoppen an den Standfüßen.
4. Wodurch zeichnet sich ein guter Tellerschleifer
Aus verschiedene Tellerschleifer Tests haben wir Ihnen die wichtigsten Vorteile sowie Nachteile zusammengefasst. Nachfolgend finden Sie noch Informationen über die Anwendungsgebiete.
| Vorteile |
Nachteile |
| Erschaffen einer feinen Oberfläche |
Verschleiß von Schleifpapier |
| Auswechselbares Schleifblatt |
|
| Winkelschliff möglich |
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4.1 Anwendungsgebiete Tellerschleifer
In ihrer Ursprungsform sind Tellerschleifer für die Holzverarbeitung entwickelt worden. Verschiedene Tellerschleifer Tests zeigten jedoch auf, dass hochwertigere Geräte auch mit anderen Materialien wie Kunststoff oder Metall arbeiten können. Hierzu muss allerdings das Schleifpapier sowie die Drehgeschwindigkeit angepasst werden. Folgend sehen Sie eine Liste von Anwendungsgebieten des Tellerschleifers.
- Schleifen von Kanten
- Polierung von Flächen
- Begradigung von Zuschnitten
- Entfernung von Lackresten
5. Unterschiedliche Arten von Tellerschleifern
Bei der Recherche über Schleifmaschinen stößt man auf viele Varianten. Neben dem normalen Tellerschleifer sind auf dem Markt noch Kombinationen wie beispielsweise dem Band- und Tellerschleifer vorhanden. Beide sind grundsätzlich Schleifmaschinen, unterscheiden sich jedoch in verschiedenen Dingen.
Doch was sind die Unterschiede? Der Hauptunterschied liegt darin, dass beim Band- und Tellerschleifer ein zusätzliches Schleifband angebracht ist.
Ein Bandschleifer eignet sich für größere Schleifarbeiten besser, während der Tellerschleifer eher für feines Schleifen. Ein Vorteil des reinen Tellerschleifers ist, dass dieser relativ geringe Vibrationen auslöst.
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6. Wichtigste Kaufkriterien für einen Tellerschleifer
Damit Sie lange Freude an Ihrem Produkt haben, müssen verschiedene Kriterien beim Kauf beachtet werden. Doch diese Kriterien sind oftmals nicht ersichtlich. Aus diesem Grund haben wir für Sie alle wichtigen Informationen inklusive Tipps für den Erwerb eines Tellerschleifers zusammengefasst. So finden Sie den für Sie besten Tellerschleifer.
6.1 Motorleistung des Tellerschleifers
Beim Kauf sollten Sie auf die Leistung des Motors achten. Denn als Faustregel gilt, je leistungsstärker der Motor, desto bessere Schleifergebnisse bei dichteren Materialien. Ein Nachteil bei geringerer Motorleistung ist zudem, dass sich die Umdrehungszahl beim Anpressen des Werkstücks verringert. Wenn Sie gute Schleifergebnisse erzielen möchten, sollten Sie beim Kauf eines Tellerschleifers auf eine Leistungsaufnahme von mindestens 280 Watt achten. Leistungsstärkere Maschinen beginnen ab ca. 550 Watt.
Tipp: Nennleistung und Leistungsabgabe können zwei unterschiedliche Werte sein. Die Nennleistung gibt die aufgenommene Leistung wieder. Die Leistungsabgabe ist die Differenz der Nennleistung und dem Wirkungsgrad. Bei Motoren oder Getrieben jedoch, ist die Nennleistung in den meisten Fällen auch die Abgabeleistung.
6.2 Schleifgeschwindigkeit & dessen Regulierung
Da bei einem Elektromotor die Leistung sofort zu Verfügung steht, ist die Höchstgeschwindigkeit des Tellerschleifers schnell erreicht. Für einen optimalen Schliff ergaben diverse Tellerschleifer Tests, dass die Schleifgeschwindigkeit mindestens 1350 Umdrehungen pro Minuten betragen sollte. Mit dieser Geschwindigkeit können viele Materialien wie Kunststoff oder Holz bearbeitet werden.
Doch jedes Material ist unterschiedlich fest. So kann es passieren, dass die Umdrehungszahl für Kunststoff zu hoch ist. Durch die Reibung entsteht Wärme und könnte den Kunststoff zum Schmelzen bringen. In diesem Fall ist eine Regulierungsmöglichkeit der Schleifgeschwindigkeit hilfreich. Achten Sie darauf, wenn sie verschieden Materialien bearbeiten möchten, einen Tellerschleifer mit Regulierung zu erwerben.
Je wärmeempfindlicher das Material, desto geringer sollte die Umdrehungszahl sein.
6.3 Material
Beim Benutzen eines Schleifgerätes werden Sie schnell feststellen, dass dieses Gerät starke Vibrationen hervorruft. Beim Kauf sollten Sie, dass das Gehäuse mindestens aus einem Aluminium besteht. Dieses wird unter geschmolzen und unter Druck in die gewünschte Form gepresst.Aluminium ist ausreichend für die Heimwerkstatt.
Sollten Sie den Wunsch für ein Profi-Modell hegen, sollte das Gehäuse aus Stahl gefertigt sein.
Der Schleiftisch und der Winkelanschlag sollten zudem aus Aluminium bestehen. Bei günstigeren Varianten sind diese meist aus Kunststoff.
Um die Materialentscheidung zu vereinfachen, haben wir für Sie die Vorteile und Nachteile eines Stahl-Gehäuses recherchiert.
| Vorteile |
Nachteile |
| Sehr Robust |
Im Vergleich zu Aluminium teurer |
| Sehr langlebig |
|
| Hohe Verarbeitungsqualität |
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6.4 Bedienkomfort
Damit das Arbeiten mit einem Tellerschleifer nicht zur Last wird, sollten Sie beim Kauf auf den Bedienkomfort achten. Dies bedeutet, die Schalter sollten möchglichst so angebracht sein, dass diese leicht erreichbar sind. Zudem sollte das Design der Schleifmaschine das eigentliche Schleifen nicht erschweren. Der Schleiftisch sollte sich im besten Fall verstellen lassen, sodass unterschiedlich große Werkstücke bearbeitet werden können. Wie schon erwähnt, sind auch Kombinationen wie beispielsweise der Band- und Tellerschleifer sehr komfortabel, da sie zwei Geräte in einem sind. Achten Sie auf eine Schnellstopp-Taste. Diese Feature dient zur Sicherheit im Ernstfall und stoppt die Maschine bei Betätigung sofort.
7. Das zeichnet ein Schleifpapier aus
Schleifpapier gibt es in verschiedenen Farben, Größen und Formen. Graues Schleifpapier eignet sich zur Bearbeitung von Metall. Braunes und rotes Schleifpapier eignen sich am besten für Holz.
Da das Schleifpapier die tatsächliche Schleifarbeit erledigt, ist hier die Qualität entscheidend. Eine Tellerschleifmaschine ist grundsätzlich mit einem runden Schleifpapier ausgestattet. Dieses nennt man Schleifscheibe. Beim Kauf ist nun sowohl auf die Körnung, als auch die Befestigungsart zu achten. Wie Sie das Schleifpapier auf den Schleifteller anbringen können, erfahren Sie im nächsten Kapitel. Wir haben für Sie die beste Körnung für verschiedene Anwendungsgebiete aufgelistet.
Tipp: Je höher die Zahl, desto feinkörniger das Schleifpapier.
| Typ |
Beschreibung |
| Feinkörnig bis sehr feinkörnig: 200 – 1000 |
- Feinschliff für Metall
- Vorbereitung für neue Lackschicht
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| Mittelfeine Körnung: 80 – 180 |
- Feinschliff für grobes Holz
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| Grobe Körnung: 6 – 80 |
- Vorschliff für Holz
- Abschleifen von Rost, Lack, Farbe oder Klebstoff
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8. Anbringen der Schleifscheibe
Damit das Schleifpapier bei hohen Umdrehungszahlen nicht abfliegt, muss dieses fest und sicher am Schleifteller angebracht werden. Für den Austausch oder der erstmaligen Benutzung muss eine neues Schleifpapier aufgebracht werden. Hierzu gibt es verschiedene Verfahren, welche unterschiedlich aufwändig sind. Möchten Sie mehrere verschiedene Körnungen nacheinander verwenden, sollten Sie beim Kauf eines Tellerschleifers auf ein einfaches Wechselverfahren achten.
8.1 Kleben
Das Aufkleben ist ein häufiges Verfahren. Mittel speziellem Sprühkleber wird das Schleifpapier auf den Schleifteller angebracht. Der Sprühkleber ist schnell trocknend und stark genug für hohe Umdrehungen. Achten Sie beim Aufbringen darauf, dass sich die Schleifscheibe nicht verrückt. Zum Lösen oder Austauschen wird entweder mittels Kraft das Blatt abgezogen oder mit Hilfe eines Lösungsmittels gearbeitet. Bevor eine neue Scheibe angebracht werden kann, muss der alte Kleber vollständig entfernt werden.
8.2 Selbstklebend
Hier entfällt das Aufbringen des Sprühklebers. Die Schleifscheibe besitzt bereits beim Kauf eine dünne Klebschicht auf der Rückseite. Somit ist ein einfaches Anbringen möglich. Dieses Verfahren ist jedoch teurer als das normale Klebeverfahren.
8.3 Kletten
Mitunter die besten Tellerschleifmaschinen verwenden dieses Verfahren. Diese besitzen Schleifscheiben mit Klettverschluss. Dank des einfachen, schnellen Wechselns sind diese gerade bei Profi-Handwerkern sehr beliebt. Durch den Klettverschluss steigt allerdings auch der Preis und ist daher teurer als beide Klebeverfahren. Die relativ große Klettfläche hält genauso den Umdrehungen stand als der Sprühkleber.
9. Weitergehende Informationen über das Schleifen
Wir von Produktvergleicher haben für Sie weiter recherchiert und wichtige Sicherheitsinformationen rund um das Thema Schleifen für Sie zusammengefasst. Nachfolgend finden Sie wertvolle Hinweise.
9.1 Sicherheitsmaßnahmen
Wie bei jedem handwerklichen Gerät sollten Sie auch beim Arbeiten mit dem Tellerschleifer stets den Arbeitsplatz sauber halten. Feuchtigkeit, Fette oder Öle sollte auf keinen Fall mit dem Schleifer in Verbindung gelangen. Achten Sie zudem darauf, dass vor Beginn des Schleifvorganges das Schleifpapier fest und sicher am Schleifteller befestigt wurde.
Das Schleifen an sich kann sehr laut werden. Tragen Sie deshalb einen Gehörschutz oder Ohrstöpsel.
Zudem entsteht durch schleifen Staub und Schmutz, welcher in die Augen und die Nase eindringen kann. Es ist deshalb zu empfehlen, einen Mund- Nasenschutz sowie eine Schutzbrille zu tragen.
Achten Sie zudem auf sichere Arbeitskleidung und legen Sie Schmuck, Uhren und weiteres ab.
Um ein Abspringen des Werkstückes und somit Verletzungsgefahren zu verhindern darf nur gegen die Drehrichtung der Scheibe geschliffen werden.
Arbeiten Sie vorsichtig und gewissenhaft, um Verletzungen zu vermeiden!
10. Häufig gestellte Fragen zum Thema Tellerschleifer
Nein, für ein gutes Schleifergebnis benötigen Sie nur 350 Watt. Je höher die Leistung allerdings ist, umso einfacher fällt das Schleifen. Um Leistungsspitzen bei Andrücken des Werkstückes nicht zu hindern, ist es jedoch empfohlen, eine höhere Leistung beim Kauf zu berücksichtigen.
Je nach Anwendungsgebiet und Material sind unterschiedliche Körnungen von Vorteil. Für welches Anwendungsgebiet Sie welche Körnung nehmen sollten, haben wir für Sie in Kapitel 7 aufgeführt.
In verschiedenen Tellerschleifer Tests wird davon abgeraten, den Tellerschleifer mit Wasser in Berührung zu bringen. Denn die meisten Geräte sind nur mit einer Schutzklasse IP20 ausgezeichnet. Diese sind nicht gegen Spritzwasser geschützt. Vermeiden Sie den Kontakt mit Feuchtigkeit.
Aktuell liegt bei der Stiftung Warentest kein Test vor. Sollte sich dies in Zukunft ändern, werden wir diesen hier ergänzen.
11. Fazit
Mit einem Tellerschleifer lassen sich verschieden Materialen glätten oder abschleifen. Dabei greift das Schleifpapier auf verschiedene Körnungen zu, welches je nach Material abgeändert werden muss. Sollten Sie Interesse an einem Tellerschleifen haben, ist es zu empfehlen auf gewisse Kaufkriterien zu achten. Die Leistung, das Material sowie die Schleifgeschwindigkeit sind wichtige Kriterien. Mittels unserem Tellerschleifer Vergleich 2020 finden Sie den besten Tellerschleifer für Ihren gebrauch.
12. Weiterführende Links und Quellen
Nachfolgend finden Sie weitere Quellen, Ratgeber und Tests zum Thema Tellerschleifer:
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