Die meisten Arbeitshosen bestehen aus einem Mischmaterial von Polyester und Baumwolle. Dadurch sind die Hosen besonders strapazierfähig und gleichzeitig Schmutzresistent.
Eine guter Arbeitshose sollte über ausreichend Taschen zum Verstauen von Werkzeug und Materialien verfügen. Gute Modelle verfügen über Seiten- und Gesäßtaschen.
Wollen Sie kniende Tätigkeiten wie das Verlegen fon Fliesen oder Parkettboden durchführen, empfiehlt sich der Kauf einer Arbeitshose mit Kniepolster-Taschen.

In vielen Berufen ist die Kleidung, die während der Arbeit getragen wird, starken Belastungen unterschiedlichster Art ausgesetzt. Vor allem die Hose muss so einiges aushalten. Daher ist es in bestimmten Berufen nicht nur von enormem Vorteil eine Arbeitshose zu besitzen, es ist sogar unumgänglich.
Wichtig ist dabei, eine qualitativ hochwertige Arbeitshose mit den passenden Eigenschaften zu kaufen, denn auf die Hose muss Verlass sein! Die Auswahl an Arbeitshosen ist jedoch ebenso vielfältig wie all die Berufe die es gibt, und kann manchmal sehr verwirrend und unübersichtlich sein.
Oft ist es daher hilfreich, sich einen Arbeitshose – Test anzuschauen.Um die beste Hose zu finden und genau zu wissen worauf man achten muss, ist hier das wichtigste Wissen zum Thema Arbeitshose zusammengestellt.
2. Wann ist eine Arbeitshose sinnvoll?
Arbeitshosen haben immer dann Sinn, wenn die Arbeit körperliche Belastungen und die damit oft einhergehenden Sicherheitsrisiken beinhaltet. Während Angestellte im Büro, Lehrer und Verkäufer eher selten eine spezielle Arbeitshose benötigen, kann sie für viele Handwerkliche und körperliche Berufe von großer Bedeutung sein.
Arbeitshosen haben vor allem einen Sinn – sie sollen für Sicherheit sorgen und die Ausführung des Jobs erleichtern. Zu diesem Zweck haben Arbeitshosen bestimmte Eigenschaften, die sie für den Gebrauch im Berufsalltag und teilweise sogar ganz speziell für eine bestimmte Tätigkeit qualifizieren.
Besonders in Berufen wie Bauarbeiter und Handwerker, Elektriker und (KFZ) Mechaniker, Gärtner und anderen Berufen die draußen stattfinden, Dachdecker, Berufen in der Industrie, in der Lagerlogistik, als Koch oder Berufe in denen extreme Temperaturen vorkommen, beispielsweise in Kühlräumen oder in der Nähe von Feuer, können Arbeitshosen einen enormen Unterschied in Komfort und Sicherheit machen.
Tipp: In vielen Berufsgruppen welche das Arbeiten in einer Arbeitshose vorrausgesetzt wird die Arbeitskleidung vom Arbeitnehmer gestellt. Sind Sie selbstständig im Handwerk und kaufen sich die Arbeitshose auf eigene Rechnung, sollten Sie den kaufbeleg aufbewahren um den Kauf von der Steuer absetzten zu können.
3. Welche Arbeitshosen – Typen gibt es?
Bei den Arbeitshosen unterscheidet man zunächst einmal in zwei verschiedene Schnittformen.
Die Bundhose ist wie eine gewöhnliche Hose geschnitten und wird am Bund meist durch einen vertikalen Reißverschluss, Knöpfe, einen Gummizug oder eine Kombination aus diesen zusammengehalten. Sie wird oft in handwerklichen Berufen eingesetzt.Auch in der Gastronomie, beispielsweise als Koch und in der Medizin, sowohl als Arzt als auch als Pfleger, werden meist Bundhosen als Arbeitskleidung getragen.
Die Latzhose hingegen schließt am Bund an ein ärmelfreies Shirt an, welches die Hose durch seine Schulterträger vor dem Verrutschen schützt. Es gibt auch Latzhosen die nur durch zwei Gürtel – artige Träger, die am Bund der Hose befestigt werden, gehalten werden. In vielen Arbeitshosen-Tests fiel jedoch auf, dass besonders Arbeiter die sich viel Bewegen Latzhosen mit Oberteil bevorzugen, da diese nicht nur einen sehr sicheren Halt aufweisen, sondern auch den Oberkörper schützen, mehr Platz für Taschen bieten und auch beim Hocken und Knien nicht im Hüftbereich drücken.
Teilweise kann es jedoch als unangenehm empfunden werden, wenn sich der Stoff unter der Latzhose faltet oder verrutscht.Zum Ausziehen der Hose, beispielsweise für den Toilettengang, müssen die Träger dann entweder über die Schultern oder durch Knöpfe ausgezogen werden, was dazu führt, dass meist auch Jacken und Pullover vorerst ausgezogen werden müssen. Bundhosen haben hier den Vorteil, dass sie sehr schnell ausgezogen werden können und jegliche Oberteile anbehalten werden können.
Wind- und Wetterhosen gibt es sowohl als Bund- als auch als Latzmodell. Sie sind speziell für die Arbeit im Freien gefertigt und schützen vor Regen, Hagel, Schnee, starkem Wind und sind auch mit atmungsaktiver Funktion zu erhalten. Somit ist die Hose auch im Hochsommer noch angenehm zu tragen.
Zudem werden die Arbeitshosen mit verschiedenen Sicherheitsnormen beschrieben, welche sie in unterschiedliche Arten von Arbeitsbekleidung einteilen.Je nach Beruf, in etwa beim Gärtner, macht beispielsweise eine wasserabweisende Hose mehr Sinn als eine Hose die gegen Feuer schützt, welche zum Beispiel für einen Schweißer sinnvoller wäre. Die Normen können teilweise vom Arbeitgeber vorgegeben sein, helfen aber auch beim unabhängigen Kauf dabei die passende Hose für die jeweilige Tätigkeit zu wählen.
Die häufigsten Sicherheitsnormen sind:
| Norm |
Beschreibung |
| DIN EN ISO 20471 |
für „hoch sichtbare Warnkleidung“ |
| DIN EN 343 |
für „Schutzkleidung gegen Regen und Wasser“ |
| DIN EN ISO 11611 |
für „Schutzkleidung für Schweißarbeiten und ähnliches“ |
| DIN EN ISO 11612 |
für „Schutzkleidung gegen Flammen und Hitze“ |
| DIN EN 1149 |
für „Schutzkleidung gegen Elektrostatik/ Stromschläge“ |
| DIN EN 13034 |
für „Schutzkleidung gegen (flüssige) Chemikalien“ |
| DIN EN 14058 |
für „Schutzkleidung gegen Kälte“ |
Die meisten Arbeitshosen bestehen aus einem ähnlichen Materialmix, nämlich Polyester und Baumwolle. Das Polyester sorgt für ausreichend Elastizität, die Baumwolle stellt sicher, dass sich der Stoff angenehm anfühlt.
Je nach Zusammensetzung dieser Stoffe fühlen sich die Hosen unterschiedlich an und haben einen unterschiedlichen Grad an Dehnbarkeit, Atmungsaktivität und Tragekomfort welcher von Person zu Person anders empfunden wird. Durch einen ganz individuellen Arbeitshose – Test durch Hinhocken, Hinsetzen und Gehen bei der Anprobe wird sich schnell die angenehmste Arbeitshose herausfiltern.
Dabei sollte aber auch auf die Dichte der Hose geachtet werden, denn diese entscheidet nicht nur über die Wärmefähigkeit der Hose, sondern auch über den Schutz den sie vor Kratzern, Schnitten und Stichen bietet. Arbeitshosen beginnen meist bei einer Dichte von 245 Gramm pro Quadratmeter, können aber bis zu 315 Gramm pro Quadratmeter dicht sein. Umso dichter die Hose, desto stärker ist sie.
Dazu kommt die sogenannte Schnittschutzklasse. Die Schnittschutzklasse der Arbeitshose gibt an, welcher Stärke von Schnitten, beispielsweise durch Kettensägen, die Hose standhalten kann. Es wird in vier Schnittschutzklassen unterschieden – null bis drei. Klasse 0 hält bereits Kettengeschwindigkeiten von bis zu 16 Metern pro Sekunde aus, Klasse 3 kann bis zu 28 Metern pro Sekunde standhalten. Umso höher die Schnittschutzklasse, umso höher steigt meist auch der Preis der Hose. Personen die in ihrem Beruf normalerweise keiner extremen Schnittgefahr ausgesetzt sind können an dieser Stelle ruhig den Geldbeutel schonen.
4. Was zeichnet eine gute Arbeitshose aus?

4.1 Das Material
Das Material der Arbeitshose muss stark und stabil sein. Es sollte weder leicht zu zerreißen, noch schnell abgenutzt sein. Auch die richtige Dicke des Stoffes ist wichtig, zu dünner Stoff schützt nur wenig vor Kratzern und Stößen, zu dicker Stoff jedoch kann schnell zu warm werden.
Die Hose sollte zudem den entsprechenden Belastungen der Tätigkeit standhalten können. Diese Belastungen können zum Beispiel Flammen und Funken, Wasser, extreme Temperaturen oder Elektrizität sein.
Zudem sollte das Material auch gut verarbeitet sein. Die Nähte sollten stark und dicht sein und weder Luft noch Wasser durchkommen lassen.
4.2 Taschen und Polster
Taschen und Polster können die Arbeit nicht nur erleichtern, sondern sorgen ebenfalls für Sicherheit. Besonders wichtig sind Kniepolster, vor allem in Berufen bei denen sich häufig hingekniet wird wie beispielsweise Elektriker oder Gärtner. Kniepolster schützen nicht nur die Knie vor Verletzungen und Schmerzen, sondern schonen auch den Stoff an dieser Stelle und unterstützen somit die Langlebigkeit der Hose.
Auch Gesäßpolster können sehr nützlich sein. Bauarbeiter die viele Stunden täglich Fahrzeuge bedienen, Personen die oft auf dem Boden sitzen oder auf
rutschigen Flächen arbeiten werden die Polsterung des Allerwertesten zu schätzen wissen.
Taschen sollten nicht nur ausreichend vorhanden, sondern auch an der richtigen Stelle platziert sein. An der Innenseite der Hose sind sie völlig nutzlos, denn dies würde sowohl das Laufen als auch das Sitzen behindern.
Besser sind Taschen am Gesäß und vor allem an den Außenseiten der Beine, jedoch nicht in der Nähe der Knie. Arbeitshosen – Tests haben gezeigt, dass insbesondere Taschen in verschiedenen Formen nützlich sind, um darin unterschiedliche Arbeitswerkzeuge sicher aufbewahren zu können.
Auch Reißverschlüsse sowohl an den Taschen sind sinnvoll. Dabei ist darauf zu achten, dass die Reißverschlüsse kein Gefahrenrisiko darstellen, indem sie zum Beispiel herausstecken. Man könnte daran hängen bleiben und fallen. Daher sollten sie gut versteckt sein. Auch Klettverschlüsse sind eine gute Alternative.
Info: Sollen oft kniende Arbeiten durchgeführt werden empfiehlt sich der Kauf einer Arbeitshose mit Kniepolster-Taschen. Hier können Kniepolster eingesetzt werden welche die Knie beim Arbeiten schonen. So ist ein schmerzfreies Arbeiten möglich und die Knie werden geschont.
4.3 Der Schnitt
Der Schnitt sollte gut sitzen und rutschen sowie scheuern vermeiden. Kaum ein Arbeiter empfindet eine hautenge Hose als gemütlich. Die Beine sollten daher weit genug sein und ausreichend Bewegungsfreiheit bieten. Aber auch zu weite Hosen können zu einem Risikofaktor werden, denn man bleibt schneller an Gegenständen hängen. Zudem wird die Hose durch zu viel Stoff auch schwerer und ist somit weniger angenehm zu tragen.
Auch die Länge ist entscheidend. Ist die Hose zu lang, besteht eine Stolpergefahr, ist sie jedoch zu kurz sind die Fußknöchel nicht geschützt. Optimal ist es, wenn die Hose am Beginn des Fußes endet und dadurch gut über den Schuhen getragen werden kann oder, je nach Schuh, auch in den Schuh gesteckt werden kann ohne herauszurutschen.
Je nach ausgeübten Beruf sind auch Gummizüge an den Fußenden ein nützliches Feature, diese schützen vor eindringendem Wasser sowie kalter und heißer Luft. Des Weiteren sollte man sich auch überlegen, ob eine Bund- oder Latzhose mehr Sinn macht.
4.4 Die Farbe
Die Farbe dient bei der Arbeitshose nicht nur der Optik, sondern auch der Sicherheit. Wer in dunklen Umgebungen arbeitet, setzt sich mit einer dunkeln Hose dem Risiko aus übersehen zu werden. Aber auch im Hellen können unauffällige Hosen zur Gefahr werden.
In etwa auf Baustellen oder im Verkehr ist eine neon – farbende Hose die bessere Wahl. Typische Farben dafür sind gelb und orange.
Helle Reflektionssteifen können die Sicherheit erhöhen, wenn sie an der passenden Stelle angebracht sind. Auch hier gilt – nicht innen, sondern an den Außenseiten der Beine sowie vorne und hinten um von jedem Winkel sichtbar zu sein.
Zwar weniger wichtig für die Sicherheit, jedoch angenehmer, ist eine Farbe auf der Schmutz wenig auffällt. Schließlich soll man sich in der Hose auch noch nach Jahren sauber und wohl fühlen können. Weiß und Schwarz sind anfällig für Schmutz, besser sind Farben wie dunkelblau oder –grün.
5. Häufig gestellte Fragen zum Thema Arbeitshose
Wenn die Arbeitsbekleidung nicht vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellt wird muss der Angestellte diese meist selbst bezahlen. Jedoch ist es möglich, den Kauf steuerlich abzusetzen. Deswegen ist es sinnvoll, in jedem Falle den Beleg aufzubewahren. Gegebenenfalls übernimmt der Arbeitgeber sogar einen Teil der Kosten. Fragen lohnt sich!
Vor allem im Sommer kann eine kräftige Arbeitshose schnell zu warm werden. Als kostengünstige Alternative gibt es daher auch Arbeits – Shorts. Diese weisen die gleichen Eigenschaften wie eine gewöhnliche Arbeitshose auf, reichen jedoch nur bis unter oder über die Knie.
Jedoch muss bedacht werden, dass der freie Teil der Beine dementsprechend auch nicht geschützt ist. Solche Shorts sind also nur dann verantwortungsvoll, wenn dadurch kein Sicherheitsrisiko entsteht. Gärtner und Tischler, teilweise aber auch Maurer sind zum Beispiel Berufsgruppen, die unter gewissen Umständen Arbeits – Shorts tragen können.
Die meisten Arbeitshosen lassen sich wie auch andere Wäsche Zuhause in der Waschmaschine waschen. Die genauen Waschanweisungen, zum Beispiel bezüglich der Temperatur, finden sich auf dem Etikett der Hose. Allerdings sollte auf Weichspüler verzichtet werden, dieser könnte das Material beschädigen.
Es ist ratsam die Hose weder zu schleudern noch in den Trockner zu geben, denn dadurch trägt sich der Stoff schneller ab und die Hose verliert auf Dauer an Schutzkraft.
Die Preise von Arbeitshosen variieren ebenso stark wie die Eigenschaften, die sie haben können. Hochqualitative, aber günstige, Hosen beginnen meist bei etwa 50 Euro, umso mehr Fähigkeiten die Hose hat, umso teurer wird sie jedoch.
6. Fazit
Arbeitshosen sind eine durchaus sinnvolle Investition, denn sie machen den Arbeitsalltag um einiges leichter. Durch praktische Taschen und einen bequemen Schnitt unterstützt sie die Tätigkeit. Das richtige Material stellt sicher, dass die Hose auch noch nach mehreren Stunden Arbeit weder einengt, noch rutscht oder zu warm wird.
Vor allem die Sicherheit am Arbeitsplatz wird von ihr jedoch enorm gefördert. Dies stellt nicht nur den Arbeitgeber und die Behörden zufrieden, sondern gibt auch einem selbst ein sicheres Gefühl. Je nach Tätigkeit kann nach einem ausgiebigen Arbeitshosen Vergleich die perfekte Hose mit den passenden Eigenschaften gewählt werden. Diese schützt dann vor Verletzungen durch spitze und scharfe Gegenstände, Funken und Flammen sowie Verletzungen und Stürze und Stöße.
Auch wer draußen Arbeitet wird die Hose zu schätzen wissen, denn sie schützt auch vor Regen, Kälte und stürmischem Wetter. Die beste Arbeitshose erfüllt die Kriterien gutes Material als auch Verarbeitung, ausreichend Polsterung an Knien und Gesäß, bequemer Schnitt, auffällige Farbe und bei Bedarf sinnvoll angebrachte Reflektoren, sowie praktische Taschen, Reiß- und Klettverschlüsse.
Die Qualität und Eignung der Hose sollte durch die entsprechende Sicherheitsnorm bestätigt werden. Es lohnt sich eine Arbeitshose zu kaufen, selbst wenn der Arbeitgeber dies nicht vorschreibt, denn letztendlich ist jeder selbst für seine Sicherheit verantwortlich. Außerdem kann die Hose, wenn diese eine hohe Qualität hat, über einen langen Zeitraum hinweg getragen werden. Auch außerhalb der Arbeit kann die Hose nützlich sein, beispielsweise bei Renovierungen und Handwerksarbeiten Zuhause.
7. Weiterführende Links und Quellen
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